Wie verhindert man Pfusch am Bau?

Bau-Prüfverband Brandenburg Berlin e. V. - Neutrale Gutachter von Anfang an einbeziehen

Ob Eigenheim oder Gewerbeimmobilie – Baumängel sind an der Tagesordnung. Nach Erfahrung von Experten nimmt der Baupfusch aufgrund des angespannten Wettbewerbes zu. Die jährlichen Verluste werden Deutschland weit mit über 6 Milliarden Euro beziffert.

Bauherren und Auftraggeber sind meist nicht vom Fach oder in der Lage, Vertrags- und Qualitätsunterschiede sofort zu erkennen. Viele Unannehmlichkeiten lassen sich jedoch vermeiden, wenn man vor Auftragsvergabe etwa auf die gewerberechtliche Zulassung der betreffenden Firmen achtet.

 

Im größten Teil der Bauprozesse vor den Zivilgerichten geht es um Baumängel. Entweder klagt der Bauunternehmer restlichen Werklohn ein, dessen Zahlung der Bauherr verweigert oder letzterer klagt auf Mängelbeseitigung oder Schadensersatz. Richter beklagen die Leichtfertigkeit mit der Prozesse produziert werden. Das betrifft auch die Feststellung von Baumängeln. Statt sie durch ein gemeinsames Abnahmeprotokoll, Fotografien, eine detaillierte Mängelanzeige oder ein ordnungsgemäß geführtes Bautagebuch aufzunehmen, wird später versucht sie irgendwie nachzuweisen. „Das gestaltet sich bei größerem zeitlichen Abstand immer äußerst schwierig“, sagt Bauingenieur Jörg Kelling, Sekretär des Bau-Prüfverbandes Brandenburg Berlin e. V. (BPV), „was erst einmal verputzt oder zugebaut ist, lässt sich hinterher kaum oder gar nicht mehr erkennen.“ Baupfusch und Qualitätseinbußen sind zumeist vorprogrammiert, wenn sich Bauherren bei der Wahl der Baufirmen keine Zeit nehmen. Angebote einzuholen und sie sorgfältig zu vergleichen, sollte selbstverständlich sein. Angebote und Leistungsbeschreibungen sind unter Berücksichtigung aller Faktoren abzuwägen. Der Preis ist nicht allein entscheidend, denn das billigste Angebot ist oft nicht das Beste, denn um Leistungen günstig anzubieten, setzen viele Baufirmen Billigarbeitskräfte oder minderwertige Materialien ein. Geschuldet dem großen Konkurrenzdruck und der anhaltenden Talfahrt in der Baubranche leidet die Qualität der Ausführung darunter. Wer ein Haus errichten lässt, erwartet eine tadellose Bauausführung.

Wie können sich Bauherren, Käufer oder auch Mieter vor „Pfusch am Bau“ schützen? Den 100%igen Schutz gibt es sicherlich nicht. Gute Handwerker von schlechten Handwerkern zu unterscheiden, ist nicht einfach. Auch wenn Bauherren und Auftraggeber bei der Auswahl der Firmen für ihr Bauvorhaben noch so sorgfältig vorgehen, sich beispielsweise Empfehlungen einholen und Referenzobjekte nennen lassen und die Arbeiten der Handwerksbetriebe begutachten, sind sie vor Pannen nicht gefeit.

An einem normalen Eigenheimbau sind ca. 15 verschiedene Gewerke beteiligt. Die meisten davon arbeiten direkt auf der Baustelle. Die Schnittstellen zwischen den Gewerken sind immer potentielle Fehlerquellen. Ein simples Beispiel: wird der Fußbodenestrich nicht fachgerecht eingebracht, können die Fußbodenfliesen nicht richtig liegen und am Ende passt der Türflügel nicht. Handwerker müssen die Arbeiten ihrer Vorgänger abnehmen. Wer mit seiner Arbeit beginnt, erkennt die Vorarbeiten automatisch als ordnungsgemäß an. Doch da oft nicht oder unzureichend ausgebildete Arbeitskräfte beschäftigt werden, ist eine durchgehende Qualitätskontrolle in allen Phasen des Baus erforderlich.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte von Anfang an neutrale Fachleute einbeziehen. Das können etwa die Mitglieder des BPV sein. Der BPV bietet seit 1996 als Sachverständigengemeinschaft Beratung an, die auf die Wünsche der Kunden zugeschnitten ist. Qualitätssicherung und Mängelvermeidung soll durch die Zusammenarbeit mit öffentlich bestellten und freien Sachverständigen erreicht werden, von denen mittlerweile 43 dem Verband angehören. Mitglieder sind auch Gutachter, Beratende Ingenieure, Vermessungsbüros, Prüflabore und Rechtsanwälte für Baurecht.

Als reiner Dienstleistungsverband im Bauwesen hat sich der Bau-Prüfverband in den vergangenen 12 Jahren neben den reinen technischen Überwachungsverbänden DEKRA, TÜV und GTÜ etabliert. Das Bestehen dieser unabhängiger Gutachtervereinigung auf dem Bausektor hat sich nach Aussage von Jörg Kelling nicht nur bei den privaten Häuslebauern, sondern mehr und mehr auch bei großen Unternehmen herumgesprochen. So konnte der in Fredersdorf ansässige Verband in Berlin bereits zahlreiche Aufträge von Wohnungsgesellschaften, Bauunternehmen, privaten Investoren und dem Berliner Senat übernehmen. Die Fachleute treten auch vor Gericht auf, wenn es zu Auseinandersetzungen zweier Parteien vor dem Richter kommt. Zum Angebot zählen die Beratung bei Haus- und Grundstücksfragen, Check´s von Planungsunterlagen, Verträgen und Baubeschreibungen, Beurteilung von Gebrauchtimmobilien, die Bewertung von Grundstücken und Gebäuden, Gütefeststellungen und Abnahmen nach Bauphasen, Baugrunduntersuchungen, Vermessungsleistungen oder Baustoffprüfungen. Auf Wunsch des Kunden prüfen sie auch ob Preis und Leistung der eingekauften Bauarbeiten im vernünftigen Verhältnis stehen.

Übrigens: Das erste Kontaktgespräch ist prinzipiell kostenlos. Da jeder Auftraggeber einen anderen Schwerpunkt setzt, werden im Gespräch die zu prüfenden Sachverhalte gemeinsam festgelegt. Für alle folgenden Dienstleistungen erhält der Kunde einen Kostenvoranschlag.

Weitere Infos im Internet www.bau-prüfverband.de,

Adresse Bau-Prüfverband Brandenburg Berlin e. V.

Richard-Wagner-Straße 20 in 15370 Fredersdorf

Telefon 03 34 39 / 790 20, Fax 03 34 39 / 59 564.

Fragen dazu können sie an den BPV unter Tel. 033439/ 79 020 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!